Kleine Leute machen bei Gombo große Augen
Freitag, 16 März 2007
Gelungene Theateraufführung anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Vereins Ndwenga in Fellbach. Gebannt haben rund 170 kleine Zuschauer das Theaterstück "Die Frau des Igels" im Paul-Gerhardt-Haus verfolgt, mit dem der Verein Ndwenga sein zehnjähriges Bestehen gefeiert hat.
Es war eine gelungenen Aufführung, mit der die angehenden Erzieherinnen des Fröbelseminars der Stuttgarter Fachhochschule für Sozialpädagogik die Blicke ihrer großen und kleinen Zuschauer gefesselt haben. 170 kleine Gäste aus den umliegenden Kindergärten und rund 20 Erwachsene genossen am Montag die Vorstellung im Paul-Gerhardt-Haus unter der Regie von Alice Vetter-Takin. Die fantasievollen Tierkostüme der Schauspieler, die bezaubernde Stimme der Sängerin und die mitreißenden Klänge der Instrumentalisten ließen die Inszenierung nach der sensiblen Erzählung von Jean-Felix Belinga-Belinga zu einem Erlebnis werden.
Allerhand erlebt hat während der dreiviertelstündigen Aufführung auch der Protagonist der Fabel, der Igel Gombo. Von seinem besten Freund verlassen, machte er sich auf die Suche nach einer Kumpanin. Sein Weg führt den stacheligen Gombo vom Dschungel durch Savannen und Steppen bis zum Nil. Dort verliebt sich Gombo - nachdem er die Angst vor dem unbekannten Wesen verloren hat - in ein Nilpferdmädchen. Als das ungleiche Paar gemeinsam in Gombos Heimat zurückkehrt, erntet es zunächst nur Spott.
"Wisst ihr, wieso die anderen Tiere das Nilpferd ausgelacht haben?", fragte eine der mitwirkenden Schülerinnen der Stuttgarter Fachschule Silberburg nach dem herzlichen Schlussapplaus. "Weil das Nilpferd so anders ausgesehen hat wie sie selbst", sagte ein Mädchen nach der lehrreichen Aufführung.
Mit ihrem Besuch haben sich die kleinen Zuschauer nicht nur auf kindgerechte Weise dem Thema der Andersartigkeit angenähert, sondern mit ihrem Eintrittsgeld in Höhe von je zwei Euro auch einen guten Zweck unterstützt. Denn der Erlös aus der Jubiläumsveranstaltung des Fellbacher Vereins Ndwenga, was auf Deutsch "Weisheit" bedeutet, kommt einem gleichnamigen Schul- und Kindergartenzentrum in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa zugute.
Bereits seit seiner Gründung im Oktober 1996 verfolgt der zwölf Mitglieder starke Verein das Ziel, die Bildungseinrichtung materiell und fachlich zu unterstützen. "Dieses Geld ist speziell für die Reparatur des Schulbusses und für unser Großprojekt 2007 - Fahrräder für Ndwenga - bestimmt", sagte die Vorsitzende des Vereins, Nzimbu Mpanu-Mpanu-Plato. Durch die Verschiffung eines Containers mit Fahrrädern solle die Mobilität in Kinshasa erhöht und ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden.
Über dieses und vergangenen Projekte möchte der Verein bei einer zweiten Jubiläumsveranstaltung im November berichten und dadurch bei den Fellbacher Bürgern ein noch stärkeres Bewusstsein für die Lage im Kongo schaffen. "Wir planen, einen Informationsabend, in dem wir über das Land, die Leute und unsere Vorhaben aufklären. Die Theateraufführung war der unterhaltsame Teil für die Kinder, im November folgt dan